Roborock Saros 10 im Test: Schon jetzt Testsieger des Jahres?

7 Minuten
Für den Saugroboter-Hersteller Roborock bricht 2025 ein neues Zeitalter an. Mit der Saros-Serie stellt man eine komplett neue Reihe an High-End Saugrobotern vor. Wir haben das erste Modell der Reihe getestet und verraten dir, ob sich der Kauf lohnt.
Roborock Saros 10 im Test
Roborock Saros 10 im Test: Schon jetzt Testsieger des Jahres?Bildquelle: Timo Brauer / inside digital

Die S-Serie von Roborock war bisher stets eine gute Wahl, wenn du auf der Suche nach einem guten und hochwertigen Saugroboter warst. Viele der Modelle haben von uns Bestnoten im Test erhalten, und privat nutze ich seit rund drei Jahren den S7 MaxV. Jetzt scheint man sich von der S-Serie zu verabschieden und benennt die High-End-Reihe in "Saros" um.

Roborock Saros 10 vorgestellt

Den Anfang macht der Roborock Saros 10 und der Saros 70. Während es sich bei dem Saros 70 um ein experimentelles Modell mit integriertem Greifarm zu einem noch unbekannten Preis handelt, bietet der Saros 10 alles, was man 2025 von einem High-End-Saugroboter erwarten darf. Ich konnte den Saugroboter bereits drei Wochen vor Verkaufsstart ausführlich testen.

Der Saros 10 wird in einem großen Paket inklusive Multifunktions-Station geliefert. Alle benötigten Dinge für die Inbetriebnahme sind vorhanden. Nur Ersatzteile, wie etwa ein zweites Paar Wischpads, gibt es leider nicht. Wer gerne ausführliche Anleitungen liest, findet ein gedrucktes Handbuch vor. Doch das ist eigentlich nicht notwendig. Mit Hilfe einer großen, anschaulich bebilderten Pappkarte ist der Aufbau in wenigen Minuten erledigt. Durch die weitere Verwendung führt die App Schritt für Schritt.

Roborock Saros 10 Station
Die Station des Roborock Saros 10

Saugroboter und Station sind erstklassig verarbeitet. Dies macht sich auch in einem hohen Gewicht bemerkbar, was bei einem Saugroboter von Vorteil ist. So kann dieser beim Wischen einen größeren Druck auf den Boden ausüben.

Laser-Navigation ohne sichtbaren Laser

Wenn ein Saugroboter nicht alle Stellen im Raum findet oder sich von einem umgestellten Möbelstück aus dem Konzept bringen lässt, bringt auch die beste Saugleistung nichts. So ist eine gute Navigation unverzichtbar. Hier hat sich ein Lidar-Laserturm zusammen mit einer guten Hinderniserkennung bewährt. Doch beim Saros 10 ist dieser Turm nicht vorhanden. Grund zur Sorge besteht dennoch nicht. So hat man das drehende Lidar-System in dem Turm gegen zwei ToF-Sensoren an der Front getauscht. Durch diese kann der Roboter seine Umgebung in 3D erkennen und eine präzise Karte erstellen. Außerdem ist der Saugroboter so unter 8 Zentimeter hoch und kann auch unter niedrigen Möbeln mühelos reinigen.

Die Technik funktioniert ähnlich wie FaceID beim iPhone und projiziert unsichtbare Lichtpunkte in den Raum, die von einer Kamera erfasst werden. Dies funktioniert übrigens auch bei kompletter Dunkelheit.

Einmal aufgebaut, geht der Saugroboter auf Erkundungstour. Hierbei solltest du alle Türen öffnen und Hindernisse entfernen. Das Erstellen der Karte nimmt nur wenige Minuten pro Raum in Anspruch, und anschließend kehrt der Roboter zu seiner Station zurück. In unserem Test-Szenario mit dem Saros 10 hat dies einwandfrei funktioniert. Die erstellte Karte wies keine Fehler auf und auch die Unterteilung der Räume wurde automatisch erledigt. Möchtest du die Räume anders als vorgegeben unterteilen, oder den Räumen eigene Namen geben, ist dies ebenfalls möglich.

Die Hinderniserkennung per Kamera an der Front wird um einen zweiten Sensor an der rechten Seite des Saugroboters ergänzt. So können unregelmäßig geformte Wände und Möbel erkannt und bis zum Rand geputzt werden. In unserem Test hat der Saros 10 selbst kleine Hindernisse wie ein Smartphone-Ladekabel und eine Lego-Figur zuverlässig erkannt und umfahren.

Saugfunktion im Test

Kommen wir zur eigentlichen Kernfunktion des Roborock Saros 10, dem Staubsaugen. Die Saugstärke gibt der Hersteller mit 22.000 Pascal an. Dieser Wert sagt jedoch wenig aus und lässt sich nur bedingt mit anderen Herstellern vergleichen. So kommt es beim Staubsaugen mehr auf die verbauten Bürsten und eine zuverlässige Navigation an.

Letzte funktioniert im Test einwandfrei und lässt sich auch von temporären Hindernissen nicht aus der Ruhe bringen. Die Hauptbürste besteht aus Silikon-Lamellen und kann mühelos feinsten Staub und auch schwere Krümel vom Boden in den Staubbehälter verfrachten. Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass die Bürste eigentlich aus zwei Teilen besteht und in der Mitte geteilt ist. Dadurch können lange Haare, welche sich ansonsten gerne einmal um die Bürste wickeln, einfach eingesaugt werden. In rund drei Wochen Praxis-Test hat sich diese Bauweise bewährt. Kein einziges Haar hat sich um die Bürste gewickelt.

Doch auch die Seitenbürste kann mit einem besonderen Trick aufwarten. Mit einem kleinen Arm kann der Roboter diese zur Seite ausfahren und so 100 Prozent des Raumes erreichen. Im Gegensatz zu den meisten runden Saugrobotern kommt der Roborock Saros 10 also in einer normalen 90-Grad-Ecke bis an den Rand und lässt keinen Staub zurück.

Roborock Saros 10 von unten
Roborock Saros 10 von unten

Wischen: Du hast die Wahl

Die Wischfunktion ist unter Saugroboter-Nutzern umstritten. Während die einen Nutzer rotierende Mopps bevorzugen, schwören andere auf die oszillierenden Wischplatten. Einen klaren Gewinner gibt es hier nicht. Vielmehr ist die ideale Technologie vom Bodentyp abhängig, wenngleich beide gute Ergebnisse liefern. Auf glatten Böden wie Holz oder Laminat können die Wischplatten Schmutz besser entfernen. Auf Böden mit mehr Struktur, wie etwas Fliesen, sind die rotierenden Mopps im Vorteil.

Bei Roborock hast du die Wahl: Der Saros 10 kommt mit einer oszillierenden Wischplatte daher und der Saros 10R mit zwei rotierenden Mopps. Ich habe das Modell mit den rotierenden Mopps zum Testen erhalten. In beiden Fällen werden die Wischtücher in der Station automatisch mit bis zu 80 Grad heißem Wasser gewaschen und anschließend getrocknet. Das heiße Waschen hilft gegen den muffigen Geruch, der bei kaltem Waschen nach ein paar Tagen entsteht.

Das Ergebnis beim Wischen kann sich sehen lassen. Mit warmem Wasser und der optionalen Möglichkeit Reinigungsmittel hinzuzufügen, wird der Saros 10 auch mit hartnäckigen Flecken mühelos fertig. Einer der beiden Wischmopps kann dabei wie die Seitenbürste ausgefahren werden, um besser bis an den Rand der Räume zu kommen. Durch die runden Bürsten erreicht man nicht 100 Prozent einer Ecke jedoch auch hier ein fast perfektes Ergebnis.

App als Schaltzentrale

Ein Highlight und der Grund, warum ich auch privat seit vielen Jahren auf einen Saugroboter von Roborock setze, ist die hervorragende App. Diese ist logisch aufgebaut, schön gestaltet und funktioniert zuverlässig. So finden sich alle Funktionen zum Bedienen des Saugroboters auf der übersichtlichen Startseite. Fortgeschrittene Nutzer finden in den Einstellungen zudem unzählige Funktionen, um den Saugroboter an ihre Bedürfnisse anzupassen.

Roborock Saros 10 App
Die Roborock-App im Test

Bei der ersten Nutzung fragt der Saugroboter einige Details zur Wohnung ab. Dazu gehört etwa, ob der Saugroboter auf mehreren Etagen eingesetzt werden soll, ob Haustiere im Haushalt wohnen und ob der Saugroboter auf empfindliche Möbel Rücksicht nehmen soll. Diese Optionen gibt es schon länger in den Einstellungen, aber durch diese Abfrage zum Start spart man sich den Weg dorthin.

Roborock Saros 10 App-Einstellungen
Alles auf einen Blick: Reinigungs-Optionen in der App

Roborock Saros 10: Der neue Standard

Roborock Saros 10 Testsiegel mit 97 Prozent Testwertung

Der Roborock Saros 10 bietet alles, was man von einem High-End-Saugroboter im Jahr 2025 erwarten darf. Man bekommt hier das Komplettpaket aus gründlichem Staubsaugen und Wischen, einer zuverlässigen Navigation und erstklassiger Software. Mit einer UVP von 1.349 Euro hat dieses Modell jedoch auch seinen Preis.

Pros des Roborock Saros 10

  • Hervorragende Saugleistung
  • Ausgezeichnete Wischfunktion wahlweise mit Platte oder Pads
  • Wischmodul & Saugeinheit anhebbar
  • Bewegliche Seitenbürste und Wischpad für Eckenreinigung
  • Dockingstation mit heißem Wasser
  • Zuverlässige Navigation und Hinderniserkennung
  • Ausgezeichnete App mit vielen Features

Contras des Roborock Saros 10

  • Hoher Preis
  • Keine Ersatzteile mitgeliefert

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein