Auf der Digital X 2023 der Deutschen Telekom in Köln geht es meist recht abstrakt zu. Doch es gibt auch ganz Praktisches zu sehen. Unter anderem begrüßte ein müllfressender Hai die Besucher auf dem See am Mediapark. Der Wasteshark ist dabei nur ein Teil des Portfolios von Ranmarine.
Wasteshark: Ein Autonomer Hai
Doch wie funktioniert die Technik? Der Wasteshark orientiert sich ähnlich wie ein Staubsaugerroboter über Lidar, nutzt aber auch Satellitennavigation. Sie ist jedoch etwas aufgebohrt. Denn „normales“ GPS wäre zu ungenau. So verwendet der Hersteller ein präziseres Satellitensystem-Angebot der Telekom. Die Deutsche Telekom ist der Lieferant für die Mobilfunk- und Satelliten-Anbindung des Herstellers weltweit.
Der Hai ist mittlerweile in über 20 Ländern unterwegs und wird zum Müllsammeln in Häfen, städtischen Seen oder auch auf Golfplätzen eingesetzt. Dort hilft er auch, Bälle aus den Teichen zu holen. Der kompakte Roboter schafft dabei ein Volumen von 160 Litern Müll, Bälle oder andere Fremdkörper von der Wasseroberfläche aufzunehmen. Das Ganze kann der Roboter komplett autonom erledigen oder aber per Fernsteuerung per Hand auf Tour geschickt werden.

Nächster Schritt: Öl sammeln
Beim Müll bleibt es dabei nicht. Der Wasteshark kann auch Algen aus Gewässern fischen und sie autonom in die Station bringen. Genau dafür benötigt er die präzise Navigation. Denn hier kommt es auf Zentimeter an. Und das bei Wellen, Strömungen und Tidenhub. Dort entsorgt er die Ladung und wird wieder aufgeladen, um dann seine programmierte Runde wieder aufzunehmen.
Der nächste Schritt für Ranmarine ist eine Version des Wastesharks, die auf Öl spezialisiert ist. Er wird primär die Ölverschmutzung in Gewässern messen und soll das Öl aufspüren und dann auch aufnehmen können.

Für den Endverbraucher ist der Wasteshark nicht gedacht, jedoch zeigt das Beispiel gut, wie Automatisierung, Digitalisierung und moderne Netztechnik Aufgaben übernehmen können, die bisher Mitarbeiter erledigt haben. Noch einfacher wäre es selbstverständlich, wenn gar kein Müll mehr in Gewässer geworfen werden würde.
Allemal besser, als Selbstfahrende Autos, – die braucht die Mehrheit nun wirklich nicht.
😎😇😎😇