DHL plötzlich günstiger: Hermes erhöht die Paket-Preise teils deutlich

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DHL ist der Stiftung Warentest zufolge nicht nur deutlich besser als Hermes. Seit dem 1 April ist DHL stellenweise auch günstiger. Der Grund: Hermes hat seine Paket-Preise erhöht. Und das vereinzelt sogar sehr deutlich. So manches Paket ist seit April rund 15 Prozent teuer.
DHL plötzlich günstiger: Hermes erhöht die Paket-Preise teils deutlich

DHL plötzlich günstiger: Hermes erhöht die Paket-Preise teils deutlich

Welcher Paketdienst ist der beste? Das fragt sich wohl jeder, der ein Paket verschickt. Viele halten DHL für besser als etwa Hermes. Doch stimmt das? Die Stiftung Warentest hat dafür 50 Pakete mit DHL, DPD, Hermes, GLS und UPS verschickt, um eben das herauszufinden. Das Ergebnis: Die zwei teuersten Paketdienste (GLS und UPS) schnitten am schlechtesten ab und erhielten die Note „ausreichend“. Hermes bekam die Note „befriedigend“, DHL schnitt mit „gut“ ab. Da Hermes zum 1. April 2025 die Preise erhöht hat, ist DHL fortan nicht mehr nur besser, sondern oft auch günstiger.

DHL: Ab April besser und günstiger als Hermes

Bringt man ein kleines Paket zum Hermes-Shop, um es zu verschicken, bezahlt man derzeit noch 5,95 Euro. Ab April steigt der Preis auf 6,45 Euro. Das sind gut 8 Prozent mehr. Noch teurer wird ein etwas größeres Paket der Sorte „M“. Hier steigt der Preis um fast 15 Prozent. Statt 6,95 Euro verlangt Hermes seit dem 1. April 7,95 Euro.

Größe Alter Online-PreisNeuer Online-PreisAlter PaketShop-PreisNeuer PaketShop-Preis
Hermes PäckchenLängste und kürzeste Seite zusammen max. 37 cm,
max. 25 kg, bis 50 € Haftung, Sendungsverfolgung
4,50 €4,89 €4,50 €4,95 €
S-PaketLängste und kürzeste Seite zusammen max. 50 cm,
max. 25 kg, bis 500 € Haftung, Sendungsverfolgung
4,95 €5,49 €5,95 €6,45 €
M-PaketLängste und kürzeste Seite zusammen max. 80 cm,
max. 25 kg, bis 500 € Haftung, Sendungsverfolgung
6,75 €6,99 €6,95 €7,95 €
L-PaketLängste und kürzeste Seite zusammen max. 120 cm,
max. 25 kg, bis 500 € Haftung, Sendungsverfolgung
10,95 €10,99 €11,95 €11,95 €
XL-PaketLängste und kürzeste Seite zusammen max. 150 cm, max. 31,5 kg, bis 500 € Haftung, Sperrgutzuschlag inklusive28,95 €28,99 €Nur Abholung möglichNur Abholung möglich
XXL-PaketLängste und kürzeste Seite zusammen max. 200 cm, dritte Seite max. 50 cm, max. 31,5 kg, bis 500 € Haftung, Sperrgutzuschlag inklusive33,95 €33,99 €Nur Abholung möglichNur Abholung möglich

Schaut man sich die Tabelle mit den neuen Preisen an, wird deutlich: Die Preise für das Porto bei Zustellung an eine Hausanschrift steigen für alle Pakete. Ein Preisvergleich mit DHL ist nicht ganz einfach, da sich die Anforderungen, Haftung für Pakete in den einzelnen Klassen und Gewicht für teils sehr ähnliche Paketgrößen voneinander unterscheiden. Doch ein kleines Paket kann bei DHL ab April günstiger sein als bei Hermes. Teilweise kommt es aber auf wenige Zentimeter bei der Paketgröße an. Ein Vergleich mit den DHL-Preisen ist also sehr sinnvoll.

Was ab April günstiger wird

Doch nicht alles bei Hermes wird teurer. Wer sich ein großes Paket der Klasse „L“ statt nach Hause in einen Paketshop liefern lässt, bezahlt weniger. Statt 10,40 Euro werden seit dem 1. April 9,90 Euro fällig. Die Pakete der Klassen „S“ und „M“ hingegen verteuern sich auch hier. Der Preis für das Päckchen bleibt bei 3,70 Euro.

Bildquellen

  • Bei DHL gescheitert, für Amazon die Zukunft: Dieser Lieferdienst soll die Paketzustellung grundlegend verändern: Claudio Schwarz/Unsplash
  • DHL plötzlich günstiger: Hermes erhöht die Paket-Preise teils deutlich: Hermes

2 Kommentare

  1. Karsten Frei
    Hier sieht man deutlich, dass es in Deutschland kein Wettbewerb gibt. Der Markt wird zwischen zweier Dienstleistern aufgeteilt und die diktieren die Preise. DPD und GSL sind jetzt schon so gut wie vom Markt verschwunden, und ich denke es ist nur noch die Frage der Zeit, bis Hermes auch vom Markt verschwindet. Überregulierung, Öko-Auflagen, Maut usw. machen Logistikbranche zunehmend das Leben schwer. Viele kleine Artikel kosten nur ein Bruchteil von dem, was man für deren Versand zahlen soll, und im stationären Handel kriegt man die nicht, als Folge es wird entweder zu viel bestellt oder gar nicht. Und wie immer, sind Endverbraucher die leidtragende.
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