Updates zählten bisher nicht zu den großen Stärken im Android-Universum. Zwar bemüht sich Google schon seit den Anfangstagen seines Betriebssystems um eine bessere Versorgung mit Updates, vielen Herstellern war der Aufwand jedoch zu hoch. Das liegt teilweise auch an den SoC-Herstellern, die sich die teure Entwicklung von Updates für ihre Chipsätze gerne sparen. So wird beispielsweise im Fairphone 5 Qualcomms QCM6490-SoC genutzt, das eigentlich für den Einsatz in Autos gedacht ist. Aufgrund der wesentlich längerfristigen Nutzung in Fahrzeugen muss der Hersteller auch für eine entsprechend längere Aktualisierungen seiner Chips sorgen.
Dauerhafte Aktualisierung auch von Mittelklasse-SoCs
Nun verkündet der Entwickler der Snapdragon-Chips, die in einer Vielzahl von Smartphones genutzt werden, dass der Zeitraum, in dem Updates für seine Chips geliefert werden, deutlich ausgeweitet wird. Schon das aktuelle Spitzenmodell des Herstellers, der Snapdragon Elite 8, wird von dem US-amerikanischen Chipentwickler über acht Jahre hinweg mit Sicherheitsupdates bedacht, aber auch an die jeweils neuen Versionen von Android angepasst.
Allerdings sollen nicht nur die teuren Smartphones der Oberklasse von einer besseren Unterstützung seitens Qualcomms profitieren. Auch die kommenden Chips der Snapdragon-7-Serie werden über einen Zeitraum von acht Jahren hinweg gepflegt.
Updates machen längere Nutzung von Handys möglich
Für die Hersteller der Smartphones ist die Aktualisierung des SoC mit seinen vielen Funktionseinheiten entscheidend. Nur wenn der Chipentwickler die notwendigen Anpassungen liefert, können sie ihre Geräte ihrerseits dauerhaft auf aktuellem Stand halten.
Damit folgt Qualcomm dem Trend hin zu mehr Nachhaltigkeit – und wird damit nicht zuletzt den Wünschen der Nutzer gerecht. Denn diese setzen auch jenseits von werbeträchtigen Botschaften auf mehr einen längeren Gebrauch ihrer Handys. Aktuelle Zahlen zufolge griffen im letzten Jahr 27 Prozent der Nutzer auf ein Smartphone zurück, das schon mindestens zwei Jahre in Benutzung war. 2022 fiel dieser Wert noch um 11 Prozent niedriger aus.
Die Ausweitung des Support-Zeitraums für Smartphone-Chips kann also nicht als gnädige Geste der Hersteller betrachtet werden. Sie folgt vielmehr sich ändernden Gewohnheiten.
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